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Der tut nix, der spielt nur… Neue Ideen für den Umgang mit Testanrufen Bei vielen Anrufen stellen wir
uns die Frage, ist das nun ernst oder gespielt? Bei den meisten
Testanrufen ist das ziemlich schnell klar, manchmal bleibt das jedoch bis
zum Schluss offen. Dadurch entsteht für uns ein Dilemma: Werden wir jetzt
als Beraterin angesprochen und versuchen gute Beratung zu machen, obwohl
wir ahnen, dass der Gesprächspartner ganz andere Absichten hat? War das
eher eine Spieleinladung, für die uns im Moment die passenden Worte
fehlen? Oder vielleicht beides zusammen? Beratung haben wir gelernt, da
fühlen wir uns sicher. Spielen hingegen gehört nicht zu unserem
Standardrepertoire. „Dazu sind wir nicht da!“ „Mach doch bitte die
Leitung frei für andere, die wirklich etwas auf dem Herzen haben!“ Das
klingt immer ein wenig nach „Du bist nicht o.k, Du störst!“, was wir
als Kinderschutzbund natürlich auf jeden Fall vermeiden wollen. Wenn nun aber der prozentual
überwiegende Teil der AnruferInnen spielerisch auf uns zukommt, sollten
wir uns dieser Aufgabe stellen und auch dazu Ideen und Antworten parat
haben. Kinder und Jugendliche wählen untereinander oft auch zunächst
spielerische Einstiege, um erst danach auf zentralere (intimere) Themen
einzugehen. Im zweitägigen Training geht
es darum, schlagfertiges Mitspielen und Improvisieren, von der
Inhaltsebene weg hin zu den Gefühlen zu lernen. Das entspannt die
Situation, schafft Vertrauen und Kontakt und befreit uns aus dem o.a.
Dilemma. Wir beschäftigen es mit Rhythmus, Körper, Stimme... So entwickeln wir auch in
diesem Bereich Souveränität und haben mehr Chancen, die AnruferIn
emotional zu erreichen und in einen guten Kontakt zu kommen (…um
vielleicht doch noch ein Beratungsgespräch entstehen zu lassen?). Zwei
Trainer teilen sich die Aufgabe:
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